Updates

 
 

14.04.2008
Link Rubrik "Informationen (speziell)" aktualisiert.

14 .04.2008
Link-Rubrik "(Online-)Shops" aktualisiert.

 
 
 
 
 Home
 
Information
   BDSM...
   SSC...
   Vertrauen...
Sie befinden sich hier:
 Hilfreiches...
 
Pervääärsion
   Regeln...
   Häufige Fragen
   Terminkalender
   Kontakt
 
Interaktion
 
 Links
   Banner
   Chat
 
 Impressum
 

Die Grenze

von Das.Legat


Immer wieder liest und hört man von „Grenzüberschreitungen“ im BDSM-Kontext. Was ist eigentlich diese ominöse Grenze von der hier die Rede ist? Wie definiert sie sich? Sind persönliche Tabus und Grenzen ein und dasselbe? Grenzen. Wie sehr habe ich eigentlich jemals über diesen Begriff nachgedacht?

Grenzen – eine Bestandsaufnahme:
Sie halten uns draußen und gleichzeitig auch drinnen. Außen schützen sie uns vor einem Innen und Innen schützen sie uns vor einem Außen. Der Status quo soll durch sie aufrecht erhalten werden. Wenn wir ihren Ort bestimmen wollen, müssen wir feststellen: Grenzen liegen zwischen dem Innen und Außen. Sie sind sozusagen Niemandsland.

Es sind Limits, Schranken, Bannmeilen – geographische, soziale, politische, kulturelle und psychische Dimensionen. Abstrakt die einen, konkret die anderen. Starr oder durchlässig, klar oder verschwommen. Sie sind flexibel - können verschoben werden, wenn wir etwas hinzu gewinnen oder wenn wir etwas abstoßen. Dies gilt für das Universum, als auch für unsere kleine, persönliche BDSM-Welt.

Grenzen sind vor allem eines: Eine momentane Standortbestimmung.

Physische Grenzen sind durch die Natur gegeben und können in einem mehr oder weniger großen Rahmen verändert werden (z.B. durch situative Gewöhnung etc.). Lenken wir, mit Blick auf das Titelthema dieser Ausgabe, unser Interesse auf die Grenzen die unseren Geist betreffen. Diese sind weitaus komplexer, als unsere körperlichen.

Wie ist es wenn wir an der Grenze, dem Niemandsland in unserem Kopf, stehen? Wir befinden uns weder im Innen noch im Außen, weder hier noch dort. Wir stehen an der Schwelle zu etwas, das für uns Unwissenheit heißt, etwas, das wir geistig noch nicht kartographiert haben. Natürlich haben wir, wenn wir an unseren persönlichen Grenzen rütteln, die Chance aus uns selbst herauszutreten. Wir werden die Gelegenheit haben, unseren Erfahrungsschatz zu bereichern und uns von den Einengungen unserer persönlichen Grenzen frei zu machen. Es bedeutet aber auch, dass wir Neuland betreten müssen. Können wir unser Selbst auf diesem fremden Gebiet auch identifizieren und uns zurechtfinden? Eines werden wir in den meisten Fällen haben – Angst.

Der Mensch definiert und identifiziert sich über sein persönlichen Grenzen. Gäbe es keine (mentalen) Grenzen, wäre es, als würde man Flüssigkeit in Flüssigkeit gießen. Alles wäre eins, alles wäre nichts. Sind wir nichts? Nein, wir sind Individuen die sich über ihre eigenen, persönlichen Grenzen bestimmen.
Diese werden maßgeblich durch die Erziehung im Elternhaus, das sozialen Umfeld und die vorherrschende Gesellschaft geprägt und beeinflusst. Ein Kind wird immer unbeschwert handeln bis es lernt, wie es die geltenden Konventionen seiner Gesellschaft umzusetzen hat. Grenzen werden also schon im Kindesalter anerzogen. Sie sind demzufolge ein Teil unseres Ichs.

Gewohntes Terrain (sei es auch nur mentales) zu verlassen, ist immer mit einer gewissen Angst verbunden. Angst deshalb, weil wir praktisch mit unserem ureigensten „Selbst-Bewußtsein“ konfrontiert werden. Aber eine Angst die wir im Griff haben und die nicht uns beherrscht, hilft uns dabei, das Niemandsland der Grenze auf vernünftige Weise mit unserem Partner zu erkunden, haben wir uns dafür entschieden, diese Exkursion zu machen. Alles natürlich nur mit der gebotenen Aufmerksamkeit und Vorsicht, in kleinen Schritten und mit viel Zeit und Geduld.

(...Fortsetzung)

 

Zum Seitenanfang  Artikelmenü   Nächster Menüpunkt  Regeln